Spazieren mit der DSLR

Beim Spazieren sollte man, aufgrund der vielen Flugsaurier stets eine Kamera oder zumindest ein Fernglas mit sich führen. Was mir am letzten Sonntag dabei so alles vor die Linse lief, möchte ich hier kurz festhalten.

Der Tag begann sehr regnerisch und es war auch nachmittags sehr bedeckt. Ich hielt den Regen für die Ideale Voraussetzung, weniger Trockennasenaffen als üblich anzutreffen, was die Beobachtung der Flugsaurier-Nachfahren erleichtert.

Und so machte ich mich mit einer 70D, dem 70-200 f/4 und einem Kenko 1.4 Telekonverter auf den Weg.

Zuerst traf ich natürlich auf eine der allgegenwärtigen Amseln, deren dunkle Federn, insbesondere bei starkem Gegenlicht schwer abzulichten sind.

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Ich nenne sie Adams …. Amsel Adams.

 

In der Au konnte ich einige Eichelhäher beobachten, welche ich in den Vorjahren dort nie gesehen hatte. Leider sind sie ähnlich scheu, wie die mit ihnen verwandten Elstern und mir gelang nur eine recht verschwommene und verrauschte Aufnahme.

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Eine seiner blauen Federn zu finden wäre schon eine nette Sache.

 

Ein Stück weiter sah ich zwei Vögel auf den dortigen Stromleitungen sitzen. Zuerst vermutete ich, dass es sich bloß um zwei Tauben handelt und wollte mich schon abwenden. Doch ein Blick durch die Optik der Kamera offenbarte zwei Turmfalken!

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Der Erste flog weg, als ich den ersten Schritt von der Straße in die Wiese machte.
Der Zweite jedoch ließ mich etwas näher kommen, bevor auch ich ihm suspekt wurde. Dabei gelang mir folgender Schnappschuss:

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Dem Bussard, den ich mitten im Feld, auf einem Maulwurfshaufen sitzend, erspähte umflog mich leider weiträumig.

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Die Kamera entschied sich leider auf das Gras im Hintergrund zu fokussieren.

Sein Flugbild und Aussehen gefallen mir trotz der großen Entfernung sehr gut:

 

Weiters erspähte ich noch zwei Graureiher. Der erste besaß keinen sehr markanten schwarzen Augenstreif, sondern war nur am Hinterkopf schwarz gefärbt.

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Eine coole Aufnahme, doch auch hier rutschte die Fokusebene hinter das Objekt.

 

Der Zweite war zwar weiter weg, sah aber eher typisch für einen Graureiher aus.

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Zwar war er weit weg doch wenigstens hab ich ihn gesehen.

 

Es ist recht nett, wie viel Natur man selbst in stadtnähe beobachten kann, wenn man seiner Umgebung nur etwas Aufmerksamkeit schenkt.

Das beste Foto gelang mir jedoch von einem kleinen Sperling.

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Da Anscheinend der Autofokus meiner Kamera an etwas Backfokus leidet, wäre es wohl angebracht diesen etwas nachzujustieren.

Alle Fotos wurden mit RawTherapee bearbeitet, dessen Rauschreduzierung, an den ISO-800 Fotos, ganze Arbeit leistete. Natürlich könnte man sich auch einfach eine bessere Kamera kaufen 🙂

2 Gedanken zu “Spazieren mit der DSLR

    1. Hi Anna!
      Danke vielmals! Ja da hast du wohl recht. Es ist recht nett, wenn einem Dinge auffallen, an denen man ohne der entsprechenden Aufmerksamkeit, einfach so vorbeigehen würde. 🙂

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