Die kuriose Optik von Weitfeld-Ferngläsern:
Sogenannte Weitfeld-Ferngläser nehmen in der beobachtenden Astronomie eine durchaus kuriose Sonderstellung ein. Bedingt durch ihre sehr geringe Vergrößerung erzeugen sie eine Austrittspupille, die weitaus größer ist, als das menschliche Auge überhaupt erfassen kann. Bei einer Konfiguration von beispielsweise hier 58mm Eintrittspupille und zweifacher Vergrößerung, resultiert eine Austrittspupille von 29 mm – ein immenser Wert, wenn man bedenkt, dass die maximale Pupillenöffnung bei Erwachsenen lediglich bei etwa 7mm, evtl. 9mm bei jungen Erwachsenen liegt.
Obgleich derartige Gläser rein physikalisch betrachtet wenig effizient erscheinen mögen, erfreuen sie sich in der Praxis großer Beliebtheit, was auch durch das entsprechende Angebot an kommerziellen Produkten belegt wird. Ihr wesentlicher Vorzug liegt in dem enormen Gesichtsfeld: Der Beobachter kann innerhalb der überdimensionierten Austrittspupille förmlich umherblicken, was ein besonders entspanntes und intuitives Beobachtungserlebnis ermöglicht.
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